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der westlichen Alternative zum Europäischen Fernwanderweg E 1

Durch eine ganz andere Landschaft als der E1, führt der Schlei-Eider-Elbe-Weg, dessen Alternative durch die westlichen Landesteile Schleswig-Holsteins er ist. Von Schleswig aus geht es zunächst mit dem E1 an der Schlei entlang und nach Haithabu. Das Wikingermuseum dort sollte nicht ausgelassen werden, es gibt einen hervorragenden Einblick in die Geschichte dieser Siedlung, die schon vor 1000 Jahren unterging, aber auch in Handel und Wandel jener Zeit. Vom Ringwall werfen Sie einen Blick auf das Areal des Ortes, weiter Siedlungsspuren sind allerdings für den Wanderer nicht mehr zu finden. Weiter führt der Weg über den Verbindungswall nach Busdorf, dort sollte man einen kurzen Abstecher zum “Runenstein” der dort auch schon seit 1000 Jahren steht, machen. Das Original wurde allerdings vor wenigen Jahren in das Wikingermuseum geholt um es vor der Zerstörung durch die Umwelteinflüsse unserer Zeit zu bewahren. Ab hier führt der Weg auf und neben dem Danewerk, einem Befestigungssystem, das bereits im 8. Jahrhundert angelegt wurde und das noch in den letzten Monaten des 2. Weltkrieges als “Friesenwall” wieder aktiviert werden sollte. Es wurde ursprünglich zum Schutz der kürzesten Landverbindung zwischen Nord- und Ostsee, von der Treene, die damals bis Hollingstedt schiffbar war, bis nach Haithabu, errichtet und ist ein ganzes Netz von Wällen und Gräben, wie im Museum der Kulturorganisation der dänischen Minderheit im Ortsteil Rotenkrug von Groß Danewerk anschaulich dargestellt wird. Im Aussengelände ist ein Stück der “Waldemarsmauer” konserviert. Durch Rotenkrug führt der “Ochsenweg” oder “Heerweg”, eine uralte Handelsstraße von Jütland bis an die Elbe. Auf dem weiteren Weg entlang des Danewerks kommen Sie durch die schleswigsche Geest, einen recht dünn besiedelten Landstrich. Siedlungsfeindlich war das wenig fruchtbare Land, trockene Heide, Moore und Sumpfland und erst in neuerer Zeit hat sich vieles verändert. Weit kann man hier über das Land schauen, es hat seinen eigenen Reiz. Ab Dörpstedt bis zum Stapelholm bei Bergenhusen, einem Geestsporn, kommen Sie durch ein “amphibisches” Land. Bis zum Beginn des 17. Jahrhunderts war es unzugängliche Niederung zwischen den Flüssen Treene und Sorge und erst die holländischen Siedler, die auch das reizvolle Friedrichstadt gründeten, kultivierten es zum Bünger-, zum Börner- und zum Meggerkoog. Der Weg führt bei Pahlen über die Eider und durch Dithmarschen, das keineswegs ein reines Marschland ist, sondern, wie der Wanderer rasch feststellt, zwischen sehr reizvollen Landschaftsformen wechselt. Die Kirche in Meldorf, auch “Dom der Dithmarscher” genannt, obwohl sie nie Bischofsitz war, ist auch ein Ausdruck des Reichtums und der Kultur dieser alten Bauernrepublik. Immer wieder am Weg finden sich Hünengräber der verschiedensten Formen oder Opfersteine, Zeugen einer Vergangenheit, für die es kaum schriftliche Zeugnisse gibt. Der Nord-Ostsee-Kanal wird gequert und es geht nun weiter südöstlich, bis der Weg bei Hamburg-Blankenese wieder auf den E1 stößt.
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